AMB2026: Portalfräsmaschinen mit intelligenter Datenauswertung

Produktiver fertigen, Wartungen planbarer machen und Bauteilqualität sichern: Dafür nutzt F. Zimmermann zunehmend die Daten ihrer Portalfräsmaschinen. Statt einzelne Sensorsignale isoliert zu betrachten, werden Betriebs- und Prozessdaten intelligent zusammengeführt und ausgewertet.

 

So entstehen konkrete Handlungsempfehlungen für Optimierung und Condition Monitoring. Welche Rolle die digitale Applikationsentwicklung dabei spielt, zeigt der Maschinenbauer auf der AMB 2026 (15. bis 19. September) in Stuttgart.

Für F. Zimmermann bedeutet digitale Applikationsentwicklung, aus vorhandenen Daten einen konkreten Mehrwert für Anwender zu generieren. Unter dem Leitgedanken „Beyond Precision“ entwickelt der Maschinenbauer Portalfräsmaschinen, die thermische Stabilität, hohe Dynamik und ein praxisnahes Maschinenkonzept verbinden. Durch die gezielte Nutzung von Daten und künstlicher Intelligenz (KI) werden diese Faktoren zunehmend miteinander vernetzt. Im Mittelpunkt steht die intelligente Auswertung von Sensorsignalen, aus denen sich Aussagen über Maschinenzustände, Prozesse und Wartungsbedarfe ableiten lassen. Anwender profitieren von höherer Produktivität, besserer Bauteilqualität und planbarer Wartung.

Die Portalfräsmaschinen erfassen heute eine Vielzahl an Betriebs- und Prozessdaten, die für Analyse-, Monitoring- und Optimierungsaufgaben genutzt werden. Je nach Konfiguration kommen bis zu 50 Sensoren zum Einsatz, die Temperaturen, Schwingungen oder Lastzustände überwachen. Werden diese Daten zusammengeführt und kontinuierlich ausgewertet, lassen sich nicht nur einzelne Komponenten kontrollieren, sondern auch Zustandsentwicklungen kompletter Systeme abbilden. Künftig sollen daraus verständliche Informationen – etwa in Form einer Ampel-Logik – oder Prognosen zur verbleibenden Lebensdauer einzelner Komponenten generiert werden. Im Fokus stehen insbesondere kritische Baugruppen wie die Werkzeugspindel, deren Verschleiß frühzeitig erkannt werden soll, um Wartungen zu planen und ungewollte Stillstände zu vermeiden.

Da viele Zimmermann-Maschinen in sensiblen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt oder der Wehrtechnik eingesetzt werden, erfolgt die Datenverarbeitung bewusst lokal direkt an der Maschine, ganz ohne Cloud-Anbindung. Ergänzend untersucht der Maschinenbauer den Einsatz künstlicher Intelligenz, etwa zur Analyse von Fehlermeldungen oder zur Unterstützung der Programmierung und KI-gestützter Wissensdatenbanken im Service.

Maschinen, Köpfe und virtuelle Einblicke
Neben digitalen Technologien präsentiert F. Zimmermann auf der AMB auch konkrete Lösungen für die Präzisionszerspanung wie die kompakte Portalfräsmaschine FZU22. Fertiger können damit Aluminium, Composites und Kunststoffe wirtschaftlich bearbeiten. Diese wird ergänzt durch den 2-Achs-Fräskopf VH60, der auch bei Schwerzerspanung durch hohe thermische Stabilität und Dämpfung überzeugt. Live-Demonstrationen zeigen typische Maschinenabläufe wie Werkzeugwechsel, Achsbewegungen und Bauteilhandling. Über eine VR-Anwendung haben Besucher zudem die Gelegenheit, virtuelle Maschinen und automatisierte Prozesse wie Spindelwechsel oder Palettenhandling realitätsnah erleben.

F. Zimmermann auf der AMB: Halle 9, Stand C32

 

 

+49 7158 94895 5-0 vertrieb@f-zimmermann.com